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CD – Produktion
JOSEFSTÄDTER MELODIEN

herausgegeben zu den Jubiläen
300 Jahre Josefstadt und 20 Jahre Klub Rofrano

Mitwirkende:
Ulli FESSL, Christian FUTTERKNECHT, Walter HEIDER, Helmut LOHNER, Prof. Leopold GROSSMANN, die MALAT-SCHRAMMELN u. A.

Melodien von
Prof. Ludwig Breisach, Edmund Eysler, Philipp Fahrbach, Ferdinand Raimund, Franz Schubert, Johann Strauß und Franz von Suppé.

MUSIK DER JOSEFSTADT
Klänge der Heimat, Melodien mit Herz und Gefühl, die das unverwechselbare Wesen der Josefstädter Bürger widerspiegeln.
Hier findet sich noch –und immer wieder- jene schwer zu beschreibende Mischung aus Tradition und Fortschritt, aus Ruhe und Dynamik, verfeinert durch einen Schuss Kultur und Esprit.
Wie die Tänzerinnen im Coverbild so zeigt sich der Josefstädter: leicht und beschwingt, graziös und dennoch energisch, ein Liebhaber schöner Dinge und Melodien.

Die Melodien dieser CD sollen einen kleinen Einblick in das musikalische Schaffen der Josefstadt darstellen, vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Jahrtausendwende.

Der biedermeierliche Charakter des kleinsten Wiener Bezirkes präsentiert sich besonders schön in den Melodien von Franz Schubert sowie von Johann Strauß Vater und Philipp Fahrbach. Beide standen durch ihre Auftritte in den Sträußelsälen mit dem Theater in der Josefstadt in ebenso enger Verbindung wie Ferdinand Raimund, dessen „Hobellied“ aus dem „Verschwender“ –uraufgeführt in der Josefstadt- zu einem echten Volkslied geworden ist.

Den Schwung der Gründerzeit brachten die Melodien von Franz von Suppé, Johann Strauß Sohn und Josef Franz Wagner, dessen Polka schnell „Die Josefstädterin“ zu den fast unbekannten Kostbarkeiten der Wiener Musikgeschichte zählt.

Dem 20.Jahrhundert bescherten in der Josefstadt-tätige und wohnhafte Komponisten unvergessene Melodien im Stil der Zeit. Darunter die intimen Chansons von Alexander Steinbrecher, die Heurigenlieder vom Schmid-Hansl,und die weltberühmten Walzerlieder von Edmund Eysler.
Prof. Ludwig Breisach, Schüler von Edmund Eysler, zeichnet schließlich als Komponist der neuen Lieder „Die Josefstadt“ und „Bilder aus der Josefstadt“, welche dem Klub Rofrano gewidmet sind.

DIE KÜNSTLER UND IHRE BEZIEHUNG ZUR JOSEFSTADT

Ludwig BREISACH
Zahnarzt und Komponist, langjähriger Bezirksrat der Josefstadt.
Mitglied des Klub Rofrano, wohnhaft von 1960 bis zu seinem Tod 2002 in Wien-Josefstadt, Lammgasse 7.
Prof. Breisach studierte von 1946-49 Kompositionslehre bei Meister Edmund Eysler und gilt als einer seiner letzten Schüler.

Edmund EYSLER
Komponist.
„Bürger der Stadt Wien“ und Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Republik Österreich. Er komponierte zahlreiche Wienerlieder und über 60 Operetten, darunter „Die gold’ne Meisterin“ und „Bruder Straubinger“.
Eysler, der das „Silberne Zeitalter“ der Wiener Operette einleitete, wohnte bis zu seinem Tod in Wien-Josefstadt, Zeltgasse 14.

Philipp FAHRBACH
Komponist und Kapellmeister der „Hoch- und Deutschmeister“.
Fahrbach wurde 1828 als Flötist Mitglied der Kapelle von Johann Strauß Vater und war als Arrangeur der Kompositionen von Vater und Sohn eng mit der Familie Strauß verbunden.
Philipp Fahrbach wohnte in der Josefstädterstraße 48 und spielte mit seiner Kapelle häufig in den Josefstädter Gasthöfen „Zur Stadt Belgrad“, „Zu den drei Hackeln“ und „Zur Stadt Wien“.

FIAKERMILLI
Emilie Turecek, die legendäre „Fiakermilli“, trat in ihrem enganliegenden Jockeykostüm als Volkssängerin in vielen Wiener Etablissements auf, darunter auch im ehemaligen Gasthaus „Zum roten Apfel“ in der heutigen Auerspergstraße.
Hugo von Hofmannsthal verewigte die Fiakermilli in seiner Oper „Arabella“ ebenso wie Martin Costa, dessen Volksstück „Die Fiakermilli“ im ehemaligen Stadttheater in Wien-Josefstadt.

Ferdinand RAIMUND
Dichter und Schauspieler.
Er debütierte 1814 als 23jähriger in der Rolle des Franz Moor im Theater in der Josefstadt, wohin er auch 1831 –nach seiner Direktion am Leopoldstätter Theater- zurückkehrte. 1834 wurde sein Stück „Der Verschwender“ in der Josefstadt uraufgeführt.
Ferdinand Raimund verkehrte auch häufig im Gasthof „Zu den drei Hackln“ in der Piaristengasse.

Friederika RICHTER
Malerin, Autorin und Mitglied des Klub Rofrano.
Schwerpunkt ihrer frühen Arbeit ist die Umsetzung Musik in Malerei.
Seit einigen Jahren befasst sie sich neben der Aquarellmalerei auch mit Chinesischen Tuschezeichnungen.
Autorin der Bücher „Das Rosenkavalier-Palais Auersperg“ und „Berta Camilla Sara von Hartlieb“.
Für die CD „Josefstädter Melodien“ schuf Friederika Richter das Coverbild.

Hans SCHMID
Komponist, Wienerlied-Interpret, Cafetier.
Der inzwischen legendäre „Schmid Hansl“ trat nach dem 1. Weltkrieg erstmals als Heurigensänger auf und eröffnete 1952 ein Konzertcafé in Währing. Von 1958 bis zu seinem Tod im Jahr 1987 wohnte er Wien-Josefstadt. Lammgasse 10.

Franz SCHUBERT
Komponist.
Er besuchte das von den Piaristen geleitete Akademische Gymnasium und komponierte weltberühmte Lieder, Sonaten, Messen und Symphonien. Wenige Wochen vor seinem Tod im Jahr 1828 schuf er noch den Hymnus „Glaube, Liebe, Hoffnung“ für die Glockenweihe der Alserkirche.

Alexander STEINBRECHER
Komponist des berühmten Wienerliedes „Zwei aus Ottakring“ und des Singspiels „Die Gigerln von Wien“. In seiner Operette „Brillanten aus Wien“ erzählt er die Geschichte des Juweliers Joseph Strasser, der im „Altschafferhaus“ in der Josefstadt (heute Lerchenfelderstraße 16) wohnte und als einer der Erfinder der „Strass-Steine“ gilt.
Alexander Steinbrechers Werke wurden häufig im ehemaligen Stadttheater in der Skodagasse aufgeführt.

Johann STRAUSS Sohn
Der Walzerkönig kam am 25. Oktober 1825 in der Rofranogasse Nr. 15 in Wien-Josefstadt auf die Welt. Auftritte in Josefstädter Etablissements, wie z. B. im Gasthof „Zum grünen Tor“ und in den Sträußelsälen bildeten Marksteine seiner Karriere. Seine erste Frau, Henriette Treffz, war ebenfalls ein Kind der Josefstadt, geboren in der Alservorstadt Nr. 60, heute Laudongasse 17. Sie wurde 1818 in der Pfarre Maria Trau getauft und wohnte später im Eckhaus Josefstädterstraße 18 / Piaristengasse 42.
Johann Strauss Sohn war Besitzer der Häuser Laudongasse 49 und 49A.

Johann STRAUSS Vater
Komponist weltberühmter Walzer und Märsche, darunter auch der Walzer „Josefstädter Tänze“, uraufgeführt 1829 im Gartensalon des Theaters in der Josefstadt.
Johann Strauss Vater wohnte an mehreren Josefstädter Adressen. Zunächst mit seiner jungen Ehefrau im Haus „Zum Samson“ in der Josefstadt Nr. 67 -heute Langegasse 24-, später in der Rofranogasse -heute Lerchenfelderstraße 15- sowie in der Nelkengasse 8. Er spielte häufig in Josefstädter Vergnügungslokalen wie dem Gasthof „Zum grünen Tor“ oder dem Wirtshaus „Zum goldenen Strauß“ auf.
Am 1. Juni 1834 weihte er die Sträußelsäle des Theaters in der Josefstadt mit seinem Orchester ein.

Franz von SUPPÉ
Komponist unvergessener Operette wie „Boccaccio“ und „Die schöne Galathee“ sowie der heimlichen Staatshymne „O du mein Österreich“.
Suppé war nach seinem Studium am Konservatorium als Kapellmeister am Theater in der Josefstadt unter der Direktion von Alfred Pokorny tätig.

Josef Franz WAGNER
Kapellmeister des k. k. Infanterieregiments Nr. 47, Komponist des Marsches „Unter dem Doppeladler“ und der Polka schnell „Die Josefstädterin“.


PRODUKTION:
Belvedere Musik (Edition International) CD 10.125 AS
AGS Records LC 7520
ISRC encoded.

 

 

 

 

Die CD ist
zum Preis von
10,- €
über den
Klub Rofrano
erhältich.